Die Stadt Bientina ist liegt im unteren  Arnotal, im Flachland zwischen den Hügeln Cerbaie und des Monte Pisano. Sie hat sehr alte Ursprünge. Die Gegend des Sees von Bientina  ist reich an  archäologischen Funden aus der Eisenzeit und der Ära der Etrusker. Im Jahr 793 wurde Bientina zum ersten Mal auf einer Landkarte erwähnt. Während des dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts wurde Bientina abwechslungsweise von Lucca und Pisa beherrscht. Von 1402 bis zum Ende des Großherzogtums der Toskana im Jahr 1859, stand die Stadt unter der Herrschaft von Florenz.

Heute ist Bientina bekannt für Antiquariate und der Restaurierung und Ausstellungen von Antiquitäten. Liebhaber finden hier oft einzigartige Stücke. Jeden vierten Samstag und Sonntag im Monat findet ein großer Antiquitätenmarkt statt. Darüber hinaus überrascht  Bientina seine Besucher mit  bemerkenswerten Gebäuden und Denkmälern.

Besonders hervorzuheben sind hierbei die Pfarrkirche St. Maria Assunta, die in der Zeit von 1627-1640 erweitert wurde und im Inneren mit einer aufwendigen Innenausstattung mit Stuck aus dem achtzehnten Jahrhundert verziert ist. Zudem schmücken neun Altare und viele Ölgemälde von berühmten toskanischen Meistern  aus dem sechsten und achten Jahrhundert das Innere aus. In der Kirche ruht auch der Leichnam des Heiligen Märtyrers Valentin, dem Schutzpatron der Stadt. Im Jahr 1699 wurde diese Heiligkeit für seine wunderwirkenden Teufelsaustreibungen  berühmt. Ihm gedenkt man am Valentinstag nicht nur in der Toskana, sondern in vielen anderen Teilen Italiens.

Gleich neben der Pfarrkirche befindet sich das Museum der sakralen Kunst, das im Dezember 1993 eröffnet wurde. Ausgestellt ist eine große Anzahl an kirchlicher Kunstwerke und  Gewänder aus der Zeit zwischen dem sechzehnten und neunzehnten Jahrhundert. Es kann jeden vierten Sonntag im Monat von 10 bis 12 und von 16 bis 18 Uhr, mit Ausnahme der Monate Juli und August, besucht werden.

Die Kirche St. Domenico, die erst kürzlich von den lokalen Behörden restauriert wurde, geht auf die erste Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts zurück. Sie wurde in der Nähe der Porta Fiorentina außerhalb der Stadtmauern auf den Resten einer Kapelle gebaut.

Trotz der Verwüstungen aus dem zweiten Weltkrieg sind Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und ihren vier Türmen Paracintolo, Mora, Giglio und Belvedere gut erhalten.

Das etruskische Museum befindet sich in der Via Marco Polo. Es ist im Oratorium der Kirche von San Girolamo aus dem siebzehnten Jahrhundert untergebracht und enthält viele etruskisch-römische Funde, die bei Ausgrabungen um den alten See von Bientina gefunden wurden.

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