Blick auf Volterra; Foto: majamarko
Mindestens ein halber Tag sollte für Volterra eingeplant werden. Denn diese Stadt mit ihren hohen Palästen und gepflasterten Gassen hat neben ihrem Äusseren, das manchmal als düster empfunden wird, wichtige Sammlungen, wie z. B. das Etruskische Museum und das interessante Alabaster Handwerk mit mehreren Werkstätten, zu bieten.
Gleich hinter der Porta a Selci in der Via Don Minzoni 15, liegt das Museo Guarnacci. Dieses Etruskische Museum beherbergt zahlreiche Funde aus Volterra und Umgebung. Mit mehr als 600 Urnendeckeln und der bronzenen Votivgestalt aus dem 2. Jh. v. Chr. ist es einer der bedeutendsten Museen der gesamten Toskana.

Blick auf die mittelalterlichen Gassen von Volterra;
Foto: libaer
Die Piazza dei Priori ist das histroische und heutige Zentrum der Stadt, ein großzügiges Rechteck mit dem Palazzo dei Priori, dem ältesten noch erhaltenen Rathaus der Toskana aus dem Jahre 1208. Einer Festung gleich, mit wenigen Öffnungen in den unteren Geschossen, übt es auch heute noch die gleiche Funktion wie früher aus. Auf Anfrage ist der Ratsherrensaal, mit wertvollen Fresken aus dem 14. Jahrhundert zu besichtigen. Gegenüber steht der Palazzo Pretorio mit einer dreibogigen Logggia und eine Ansammlung privater Paläste und Türme aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die zuletzt im 19. Jahrhundert stark verändert wurden. Hinter dem Priorenplast liegt der Domplatz mit dem Glockenturm, der nach seinem Einsturz 1493 neu aufgebaut wurde. Der Dom wurde im Jahr 1120 geweiht und die Fassade 1254 umgestaltet. Das Baptisterium wurde 1278 erbaut, die Kuppel stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren ist das Renaissance-Taufbecken von Andrea Sansovino aus dem Jahre 1502 zu bewundern. Weiter südlich stösst man auf die Via Porta all’Arco (Zentrum der Alabaster-Werkstätten), die zur Porta all’Arco, dem etruskischen Stadttor aus dem 4. Jahrhundert vor Christus führt. An dieser Stelle wurde die etruskische Mauer zusammen mit dem Tor in die mittelalterlichen Mauern integriert. Eine Tafel erinnert daran, dass dieses Tor mit den drei verwitterten Köpfen, das Wahrzeichen der Stadt, von den Volterranern im Zweiten Weltkrieg vor deutschen Bomben geschützt wurde, indem sie es mit Pflastersteinen füllten.
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